Lichtblick

Silbrig sinkt die Sonne nieder,
seltsam anders als gekannt,
strahlend spreizt sie ihr Gefieder
und legt leicht ihr Licht aufs Land.

Sanft verschwimmen in der Weite
Himmel, Horizont und Schein.
Wie der Tag es prophezeite,
lädt die Luft zum Summen ein.

Goldner zwischen Wälderschatten
streckt ein Strahl sich, wie er will.
Und als wollt sie es gestatten,
blickt die Sonne weiß und still.

Himmelsauge, sieh die Zeiten
auf- und niedergehn wie du.
Ungehindert kannst du schreiten,
ungehindert seh ich zu.

aus: Lyrische Eskapaden Band 3

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