Hetäres Vasallen

Du kennst noch nicht das gierige Verlangen,
das andere bisweilen überfällt.
Sie winden sich in unsichtbaren Zangen,
weil es in ihnen unentrinnbar gellt.
Und niemals bringen sie es sonst zum Schweigen,
als wenn sie eilig in die Tiefe steigen.

So folge mir in rotbelampte Gassen,
hinab, wohin du vormals nie gesehn,
wo ihresgleichen deinesgleichen hassen,
denn keiner kann den andern je verstehn,
und lerne, wo sie sterben leben nennen,
von deiner Welt die andre Seite kennen.

Tritt ein an diesen Hof der Umgestürzten
und lass dich durch ihr Starren nicht berührn.
Ganz gleich, ob sie ein Leben schon verkürzten,
ich werde dich mit sichren Schritten führn.
So fürchte nichts, als dass dich meine Lehren
in Schrecken setzen, ohne zu bekehren.
...

Das vollständige Gedicht findest du in Band 3 der Lyrischen Eskapaden

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